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Day is done
Mit seinem poetischen Film schafft Thomas Imbach eine fiktive Autobiografie und lädt zur Reise in die menschliche Seelenlandschaft.
Zum Film: Ein rauchender Schlot reckt sich in den Himmel. Unten rattern Züge vorbei. In den Häusern vertreiben immer mehr Lichter die Dunkelheit. Der Mann hinter der Kamera steht am Fenster seines Ateliers und sucht sein Bild. Er filmt bei Tag und bei Nacht, bei Regen und Schnee. Auf seinem Anrufbeantworter hören wir Stimmen. Sie erzählen vom schönen Wetter in den Ferien, sie gratulieren dem Mann zum Geburtstag. Der Vater stirbt, ein Kind wird geboren, eine junge Familie zerbröckelt. Die Jahre vergehen. Langsam wird die Stadtlandschaft zur inneren Landschaft des Mannes hinter der Kamera.
art-tv-Wertung: Die besten Ideen kommen von alleine, organisch – und so entwickelte sich auch dieses Filmprojekt über Jahre. Über die fiktiv verdichteten Sprachnachrichten auf dem Anrufbeantworter, die sich mit der äusseren im Wandel befindlichen Umgebung verschmelzen, spannt sich der Bogen um die universale Lebensgeschichte dieses präsenten und zugleich abwesenden Mannes „T“. Unterstützt von der wunderbaren Filmmusik und faszinierenden Bildern zeichnet sich vor dem geistigen Auge des Zuschauers die innere Seelenlandschaft eines Mannes, dem man sich zum Schluss näher fühlt, als man zu Beginn gedacht hätte. Mit Day is Done ist Thomas Imbach ein filmisches Kunstwerk gelungen, das mit dem Zürcher Filmpreis «Cadrage» bereits die erste Auszeichnung eingeheimst hat. Weitere dürften folgen.
