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Verlag | Martin Wallimann
Martin Wallimann spannt den Bogen zwischen der Innerschweiz und dem Norden jenseits der Schweiz. Er bewegt sich zwischen Lyrik und Prosa und hat sich während seiner 20-jährigen Tätigkeit auch ein Nischenprogramm zu eigen gemacht.
1991 suchte der Künstlertreff 13 für sein Katalogbuch «Nebenflüsse» einen Verlag. Der Kunstdrucker Martin Wallimann sprang kurzer Hand ein und als Nebeneffekt entstand der Verlag Martin Wallimann, der nun schon seit zwei Jahrzehnten besteht. Martin Wallimann führt Prosa, Lyrik, Kunstbücher und Anagramme im Programm.
Nordlichter
Seit fünf Jahren weht eine kräftige Brise vom Norden bis in den Verlag Martin Wallimann. Sie hat literarische Kleinode dabei, die der Krimi-Sturm der Mankells, Nesbøs und Indriðasons nicht mit sich führt. Jedes Werk wurde sorgfältig übersetzt und wunderschön präsentiert. «Nordwärts lesen» heisst eine Reihe von übersetzten Erzählungen aus dem skandinavischen Raum, die sich wachsender Beliebtheit erfreut.
Das Spiel mit den Buchstaben
Martin Wallimann gehört zu den wenigen Verlegern, die Anagramme herausgeben. In Obwalden entstehen Bücher mit Titeln wie «Alltagsworte», «Vier Seidenjahre Zeit» oder «Die Welt hinter den Wörtern». In diesen Werken dreht sich alles um den sogenannten Letterwechsel, also um Wörter, die durch Umstellung einzelner Buchstaben oder Silben einen anderen Sinn erhalten. Sogar eine Anagramm-Anthologie hat der Obwaldner Verlag publiziert – sie gehört heute zu den Longsellern. Im Frühling 2012 wird er eine Anagramm-Sprechoper in die Kulturhalle Turbine Giswil bringen.
